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VON DAMALS BIS HEUTE

Albrecht-der-Baer

Wer gründete Berlin?

Der älteste und bekannteste Angehörige des alten, ursprünglich aus 
Schwaben stammenden Grafen- und Fürstengeschlechts der Askanier,
Albrecht der Bär, war Gründer der Mark Brandenburg und Berlin. Er trug 
zunächst den Titel „Markgraf von Brandenburg". In dieser Zeit erhielt 
Spandau im Jahr 1232 von den Askanierfürsten das Stadtrecht und am 
28.10.1237 wurde die Doppelstadt Berlin/Cölln erstmals urkundlich
erwähnt. Die ersten Einwohner Berlins kamen aus dem Schwabengau, dem 
Gebiet zwischen Harz und Aschersleben, wo die Askanier ihre Stammsitze
und Güter hatten.

Der rasche Aufstieg von Berlin/Cölln war einerseits der verkehrsgünstigen
Lage zu verdanken aber auch der außergewöhnlichen Förderung und Be-
günstigung durch die askanischen Landsherren. Der Name „Berlin" dürfte 
eine Kurzschreibung von „Berlingerhof" in Baden sein. Der Name Berlin ist
suebisch/schwäbisch und kommt in Baden-Württemberg überall als
bürgerlicher Ortsname vor.


Wer gründete ASKANIA?


Der 1847 geborene Carl Bamberg, Sohn eines Tuch- und Uhrmachers aus 
der thüringischen Kleinstadt Kranichfeld war Gründer der Bamberg-
Askania-Werke. Er ging von 1862 bis 1866 bei dem Hof- und Universitäts-
mechaniker Carl Zeiss in Jena in die Lehre und nahm zusätzlich bei Ernst 
Abbe Privat-Unterricht. So konnte er nach seinem erfolgreichen Abschluss
seiner Feinmechanikerausbildung von 1866 bis 1868 in Jena studieren.
In Cuxhaven entwickelte er seinen ersten Zeitball. 

Exkurs: Ein Zeitball ist ein kugelförmiger Körper von etwa einem Meter 
Durchmesser, der durch seine Abwärtsbewegung Punkt zwölf Uhr mittags
den Schiffen ein gut sichtbares Zeitsignal gibt. Die von Carl Bamberg
erstellte Hamburger Zeitball-Anlage war bis 1934 in Betrieb. 

1871 gründete er dann die Werkstatt Carl Bamberg für Präzisionsinstru-
mente in der Linienstraße 158 in einer Remise im Hinterhof.


1871 – es geht los


Der erste Auftrag war relativ unspektakulär: Die Reparatur eines
Stativkopfes für die Kaiserliche Admiralität. Diese war begeistert und
bestellte in großem Maße Marinekompasse, Chronometer und Deck-
watches. Es folgte ein Ansturm von Marineaufträgen der Reichsmarine,
astrophysikalischen Warten und vielem mehr.

Erstmals im Ausland erzielte Bamberg 1876 gleich große Erfolge – auf der Internationalen Ausstellung in London und auch auf der Weltausstellung in Philadelphia. Zu den nautischen Instrumenten kamen jetzt auch die
Arbeiten für Sternwarten, unter anderem für die Urania Sternwarte.


Vom Hinterhof zur Weltmarke

1888 zog das Unternehmen aus Platzmangel in die heutige Bundesallee. 
Neue Partner wie Siemens & Halske, die Glaswerke Schott uvm. machten 
eine Vergrößerung dringend notwendig. 1892 ging die Geschäftsleitung an
seine Frau Emma Bamberg und 1904 an Paul Bamberg über, der fortan 
Partner wie Graf Zeppelin mit Kompassen, Chronometern und nautischen Instrumenten belieferte. Von 1912 bis 1945 leitete Max Roux das Unter-
nehmen und fusionierte mit der Central-Werkstatt Dessau und firmierte
unter Askania Werke AG. Zu dieser Zeit hatten die Instrumente und Er-
zeugnisse längst Weltruhm erlangt. Askania wuchs und hatte Ende der 20er
Jahre Zweigstellen in Paris, Houston/Texas und Chicago/Illinois. Von be-
sonderer Bedeutung war in dieser Zeit die Entwicklung von Filmkameras, 
Vermessungsgeräten, Borduhren und Bordinstrumenten. Kaum ein Flug-
zeughersteller wollte auf Askania verzichten, so dass die Piloten der
Lufthansa fast immer auf Instrumente von Askania schauten. Ein weiterer Höhepunkt waren die Olympischen Spiele von 1936, bei denen die Zeiten mit Messinstrumenten und Filmaufnahmen mit Kameras von Askania aufgenommen wurden.


In alle Welt verstreut


Ab 1945 begann der Wiederaufbau. In der Folge wurde Askania in alle 
Winde verstreut. So wurde aus dem früheren Uhren-Werk in München ein
Askania-Reglerwerk. In Berlin zog Askania 1959 von Friedenau in eine
moderne Fabrik nach Mariendorf und lieferte beispielsweise Observatorien
nach Caracas/Venezuela und Zenit-Teleskope, Meridiankreise, Doppel-
astrographen und Passageinstrumente nach Australien. Die 1947
gegründete Askania Bodenseewerk AG wurde 1954 von der Perkin–Elmer 
Corp. USA übernommen und auch in der ehemaligen DDR überlebten zwei
Nachfolger der Askania-Werke in Brieselang und Teltow als VEB-Betriebe.
Seit 1992 gibt es die Gerätetechnik Brieselang.


ASKANIA-Office

Wieder in Berlin


Schließlich wurde im Jahr 2004 die Askania AG in Berlin von acht
Aktionären mit Leonhard R. Müller als Vorstandsvorsitzenden, wieder neu
gegründet. 2006 wird in Berlin-Friedenau, nur einen Steinwurf von den alten Askania-Werken entfernt, die Tradition der Askania-Instrumententechnik als Uhrenmanufaktur fortgeführt. Zu den ersten Kunden zählten neben vielen
Berlinern die tschechische Luftwaffe sowie das Sultanat Oman. 2007
eröffnete Askania seinen Flagshipstore in den bekannten Hackeschen
Höfen und empfängt dort Tausende Besucher aus allen Erdteilen. Aus
räumlichen Gründen erfolgt 2013 der Umzug zum Lützowplatz in Berlin
Tiergarten. Die Manufaktur wird in die Hackeschen Höfe verlegt und in der
City West, der Uhlandstraße, wird der Uhrensalon eröffnet.


Events


Wir sehen uns als die geistigen Urenkel Carl Bambergs und sind glücklich, 
die Tradition dieser einmaligen Berliner Weltmarke weiterführen zu dürfen.
Dazu zählen auch kulturelle Events. So verleiht ASKANIA AG seit 2008 in 
guter Filmtradition alljährlich vor Beginn der Berlinale den Askania Award
an Künstler, die sich um den deutschen Film verdient gemacht haben.
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Seit 2006, präsentiert die ASKANIA AG jedes Jahr ein neues Uhrenmodell 
der QUADRIGA-Reihe mit besonderen Funktionen und einer strengen Limi-
tierung als Hommage an das Brandenburger Tor. Die Präsentation wird
begleitet von einem edlen Weingut.
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So ist Askania eine Uhrenmarke mit einzigartiger Tradition und Ausstrah-
lung von Weltruf für besondere Menschen mit Stil, Anspruch und Charakter.